Präsentieren ohne Powerpoint-Wachkoma
Die meisten Präsentationen sind handwerklich schlecht gemacht und führen dazu, dass schon nach wenigen Folien der Großteil des Publikums ins Wachkoma fällt. Das ist meistens (ich bin ja ein Mensch, der in anderen zuerst das Gute vermutet) keine schlechte Absicht, sondern Unwissenheit.
Unwissenheit darüber, wie man Fakten spannend auf den Punkt bringt. Unwissenheit darüber, wie sich mit der richtigen Präsentations-Dramaturgie nachhaltige Aufmerksamkeit erzeugen lässt. Und Unwissenheit über die Wirkung von Layout, Text, Bildern und Farben auf die Konzentrationsfähigkeit des Publikums.
Bevor Sie präsentieren, sollten Sie wissen,
- was die Zuhörer wollen: Sie wollen (zumindest während der Präsentation) keine Detailinformationen, sondern gute Unterhaltung. Keine Worthülsen, sondern klare Ansagen. Kein Vorlesen der Folientexte, sondern ein munteres Wechselspiel zwischen Vortrag und Bild. Das hält wach.
- was Sie zu sagen haben: Bringen Sie Ihre Botschaft auf den Punkt. Bauen Sie eine Argumentationskette auf, die einfach nachzuvollziehen ist. Wiederholen Sie die wichtigsten Sätze (aber nur die).
- wie Sie illustrieren: Wählen Sie ausdrucksstarke Bilder, die Ihre Kernbotschaften unterstreichen. Bevorzugen Sie Fotos, und vermeiden Sie die überstrapazierten Powerpoint-Icons.
- was Sie weglassen: Streichen Sie alles, was nicht direkt zur Kernaussage gehört, konsequent aus der Präsentation heraus. Erläuterungen und Kleingedrucktes gehören in die gedruckte Dokumentation und nicht auf die Leinwand.
Hier unter dem Titel “Death by PowerPoint” eine erstklassige Präsentation zu genau diesem Thema: