Newsletter: PDF, HTML oder auf Papier?
Newsletter sind ein feines und kostengünstiges Instrument zur Kundenbindung. Wer wenigstens vier Mal pro Jahr seine Kunden über Neuigkeiten informiert, bringt sich immer wieder in Erinnerung. Dabei steht weniger der Umfang als vielmehr die Häufigkeit im Vordergrund: Lieber vier Mal zwei Seiten pro Jahr als zwei Mal vier Seiten lautet die Devise. Die Obergrenze liegt meist bei einer Aussendung pro Monat. Was darüber hinausgeht, wird nicht nur dem Kunden schnell lästig, sondern übersteigt gerade bei kleineren und mittelständischen Unternehmen oft die organisatorischen Möglichkeiten.
Bei der Newsletter-Produktion stellt sich die Frage, ob elektronisch oder auf Papier publiziert werden soll. Eine allgemeingültige Patentlösung gibt es nicht, und daher stelle ich jeweils Pro und Contra einander gegenüber.
Print-Newsletter
Schon mit geringem Aufwand lässt sich eine ansprechende Gestaltung realisieren, und ein einfacher Einseiter könnte beispielsweise so aussehen:
Pro: Der Leser hat ein greifbares Printprodukt in der Hand und muss nichts ausdrucken. Der Erinnerungsfaktor ist deutlich höher als bei Online-Newslettern. Die Druckkosten sind dank kostengünstiger Online-Druckereien zu vernachlässigen.
Contra: Was finanziell ins Gewicht fällt, sind die Portokosten und der personelle Aufwand für die Kuvertierung.
PDF-Newsletter
Die Gestaltung entspricht dem Print-Newsletter – allerdings mit dem Unterschied, dass der Leser den Newsletter ausdrucken muss, wenn er ihn in Papierform aufbewahren möchte.
Pro: Bei der PDF-Version entfallen Versandkosten und Kuvertierung. Das Format kann nachträglich nicht verändert werden, so dass der Absender sicher sein kann, dass auf allen Bildschirmen dasselbe Layout zu sehen ist.
Contra: Der Versand als Dateianhang kann dazu führen, dass die E-Mail im Spamordner hängenbleibt. Außerdem ist für E-Mail-Marketing die ausdrückliche Zustimmung des Empfängers notwendig.
HTML-Newsletter
Im Gegensatz zum PDF-Newsletter wird hier der Newsletter direkt in die E-Mail integriert. Um die Mailgröße zu reduzieren, werden die Grafikelemente zumeist erst beim Betrachten heruntergeladen. Genau hier lauert jedoch eine Falle, wenn der Empfänger entweder nur Text-Nachrichten eingestellt oder aus Sicherheitsgründen den automatischen Grafik-Download deaktiviert hat. Dann sieht das Ergebnis so aus:
Pro: HTML-Newsletter sind die billigste und einfachste Variante.
Contra: Unterschiedliche Sicherheitseinstellungen in Mailprogrammen können das Layout des Newsletters zerstören. Auch hier gilt die Einschränkung, dass Mails nur nach ausdrücklicher Einwilligung des Empfängers verschickt werden sollten.
Fazit
Wenn das Budget vorhanden ist, rate ich in aller Regel zum gedruckten Newsletter. Bei sehr niedrigen Budgets sehe ich die Alternative weniger im HTML-Newsletter als eher in einer kurzen Info-Mail im reinen Textformat, die auf Neuigkeiten im Newsbereich der Website verlinkt.

